Alleine war gestern!

Die Stiftung wurde am 24. September 2015 unter dem Dach der Bürgerstiftung Braunschweig gegründet. Stifter Ralph-Dieter Fenske hat ein Startkapital von 30.000 Euro eingebracht.

Die Zwecke der Stiftung sind in der Satzung definiert. In Auslegung des § 2 der Satzung ist danach Ziel der Stiftung die Unterstützung und Durchführung von allen sozialen Projekten, die geeignet sind, Not leidende Menschen wirtschaftlich und seelsorgerisch zu unterstützen, die wirtschaftliche und pädagogische Situation in Kindergärten und Schulen zu fördern, Projekte zu unterstützen, die eine gesündere Ernährung zum Ziele haben, Projekte und Vorhaben zu fördern, die es sich zum Ziel gesetzt haben, das Bürgerschaftliche Engagement zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke zu erhalten und zu verbessern. Dazu gehört insbesondere auch die Förderung von Projekten mit dem Ziel eines würdevollen Alterns.

Zusammengefasst sind dies die Bereiche

  • • Altenhilfe
  • • Kinder- und Jugendhilfe
  • • Bildung
  • • Ernährung

Die Demographische Entwicklung wird Auswirkungen haben auf die Qualität und Bezahlbarkeit der Altenpflege. Begleitend führt dies dazu, dass in der Altenpflege zukünftig die Suche nach Fachpersonal deutlich schwieriger werden wird, als dies heute bereits der Fall ist.

•Im ländlichen Raum besteht die Gefahr, dass durch diese Entwicklung die Infrastruktur leiden wird, weil die Überalterung im Vergleich mit der Stadt schneller voranschreitet.

Dies wird sich auf die Arbeitsplatz-und Wohnraumstruktur genauso auswirken wie auf die Kinderbetreuungs- und schulische Situation. Einkaufsmöglichkeiten und die ärztliche Grundversorgung sind davon ebenfalls negativ betroffen.

• "Schließt die Schule, stirbt das Dorf": Insgesamt nimmt die Anzahl der Bildungseinrichtungen ab; die Sicherung eines wohnortnahen Bildungsangebots wird in manchen Landesteilen zur Herausforderung: Seit 1998 ist die Anzahl der Kindertageseinrichtungen (+ 9%) und Hochschulen (+ 24%) in Deutschland gestiegen, die Zahl allgemeinbildender Schulen jedoch im gleichen Zeitraum um 19% gesunken.

Sinkende Schülerzahlen stellen außerhalb der Ballungsräume viele Kommunen vor Probleme, ein wohnortnah erreichbares Schulangebot bereitzustellen, vor allem auch in Ostdeutschland.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Stiftung.

Projekte

Winnigstedt im Landkreis Wolfenbüttel gehört zu den Orten, die aufgrund der neusten Berechnungen zur demographischen Entwicklung um die Existenz der Grundschule fürchten muss.

Die Menschen vor Ort setzen sich bereits intensiv für den Erhalt der Schule ein. Die Stiftung „Alleine war gestern!“ will die Bemühungen der Schulleitung und der Lehrkräfte für die Erarbeitung eines attraktiven schulischen Angebots unterstützen. Hierzu zählen unter anderem die Durchführung eines Zirkusprojektes im Sommer 2016 und die Überarbeitung der Internetseite der Schule.

Gremium

 

Der Stiftungsrat besteht aus drei Personen: Herrn Ralph D. Fenske als Stifter, Herrn Johannes Baier und Herrn Ulrich E. Deissner als Vertreter des Treuhänders.

Satzung

§ 1 Name, Rechtsform

1. Die Stiftung führt den Namen Stiftung „Alleine war gestern!".

2. Sie ist eine nicht rechtsfähige Stiftung in der Verwaltung der Bürgerstiftung Braunschweig und wird folglich von dieser als Stiftungstreuhänderin im Rechts- und Geschäftsverkehr vertreten.

§ 2 Stiftungszweck

1. Die Stiftung hat die Zwecke:

a. Bildung und Erziehung

b. Jugendhilfe und Altenhilfe

c. Denkmalschutz

zum Wohl der in der Stadt Braunschweig und im Landkreis Wolfenbüttel lebenden Menschen nachhaltig selbstlos zu fördern und zu entwickeln.

Gegenstand der Stiftung ist insbesondere die Förderung der Wohlfahrtspflege, die Durchführung und Unterstützung anderer sozialer Projekte, die gemeinnützig tätige Träger in der Region Braunschweig/ Wolfenbüttel durchführen. Dies gilt besonders für die Bereiche Altenpflege, Kinder- und Jugendhilfe, Ausbildung und Bildung sowie die Förderung gesünderer Ernährung.

2. Diese Stiftungszwecke werden insbesondere verwirklicht durch

- die Schaffung und Förderung von Einrichtungen und Projekten.

- die Unterstützung und Errichtung von anderen steuerbegünstigten Körperschaften im Sinne von § 58 Nr. 2 AO, die die vorgenannten Zwecke fördern und verfolgen.

- die Förderung der Kooperation zwischen Organisationen und Einrichtungen, die ebenfalls diese Zwecke verfolgen.

- die Förderung des Meinungsaustausches und der Meinungsbildung bzw. öffentlicher Veranstaltungen, um die Stiftungszwecke und den Stiftungsgedanken in der Bevölkerung zu verankern.

- die Vergabe von Stipendien, Beihilfen oder ähnlichen Zuwendungen zur Förderung der Fort- und Ausbildung, insbesondere von Jugendlichen auf den Gebieten der Stiftungszwecke.

Der Stiftungszweck kann auch durch Bündelung der Stiftungsmittel mit denjenigen anderer von der Treuhänderin verwalteten Stiftungen verwirklicht werden.

3. Die aufgeführten Zwecke müssen nicht jeweils im gleichen Maße verwirklicht werden.

4. Die Stiftungstreuhänderin hat das Recht, bei der Zweckverwirklichung aus den aufgeführten Satzungszwecken frei auszuwählen.

§ 3 Gemeinnützigkeit

1. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (AO).

2. Die Stiftung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3. Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

4. Es dürfen keine Personen durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Stiftungsvermögen, Zustiftungen

1. Die Höhe des Grundstockvermögens ergibt sich aus dem Stiftungsgeschäft.

2. Das Stiftungsvermögen ist im Interesse des langfristigen Bestandes der Stiftung in seinem Werte ungeschmälert zu erhalten. Zu diesem Zweck können im Rahmen des steuerrechtlich zulässigen Teile der jährlichen Vermögenserträge einer freien Rücklage oder dem Stiftungsvermögen zugeführt werden. Vermögensumschichtungen sind zulässig.

3. Durch Vermögensumschichtungen anfallende Gewinne z.B. Wertpapier-Kursgewinne, können bei einer entsprechenden Treuhänder-Entscheidung auch der freien Mittelverwendung dienen. Die alternative bzw. ergänzende Dotierung einer Kapitalerhaltungs- / Umschichtungsrücklage bleibt davon unberührt.

4. Eventuell anfallende Kosten der Stiftungserrichtung – sowie die im Zusammenhang mit Zustiftungen anfallenden Kosten – hat die Stiftung zu tragen.

5. Zustiftungen und Spenden sind zulässig.

§ 5 Stiftungsmittel

1. Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben

a. aus den Erträgen des Stiftungsvermögens

b. aus Zuwendungen, soweit sie vom Zuwendenden nicht zur Aufstockung des Grundstockvermögens bestimmt sind.

c. aus realisierten Vermögensumschichtungsgewinnen.

2. Die Stiftungsmittel sind zur Erfüllung des Stiftungszweckes zeitnah zu verwenden

3. Es dürfen Rücklagen in steuerrechtlich zulässigem Umfang gebildet werden.

§ 6 Rechnungslegung

1. Die Stiftungstreuhänderin hat jährlich eine Jahresabrechnung mit einer Vermögensübersicht und einen Bericht über die Erfüllung des Stiftungszweckes zu erstellen. Die Wahl der Form dieses Jahresabschlusses ist in das Ermessen der Stiftungstreuhänderin gestellt.

2. Es ist der Stiftungstreuhänderin freigestellt, die öffentliche Transparenz und allgemeine Information durch Veröffentlichung von stiftungsspezifischen Daten, auch in verkürzter Form, zu erhöhen.

§ 7 Stiftungsrat

1. Der Stiftungsrat besteht aus drei bis fünf Mitgliedern. Geborenes Mitglied ist der Stifter. Er benennt 2 weitere Personen. Eine Person soll dem jeweiligen Vorstand der Bürgerstiftung Braunschweig angehören.

2. Die Amtszeit gekorener Mitglieder beträgt vier Jahre. Ein Mitglied bleibt allerdings solange im Amt, bis ein Nachfolger bestimmt ist.

3. Der Stifter hat das Recht durch schriftliche Erklärung, und zwar auch für den Fall des Todes, aus seinen Verwandten in gerader Linie und deren Ehepartner eine/n Nachfolger/in zu benennen. Diese Regeln gelten sinngemäß für das auf diese Weise benannte Mitglied. Im Übrigen gilt, dass bei Ausscheiden eines Mitgliedes die verbleibenden Mitglieder wieder einen Nachfolger im Amt bestimmen.

4. Die Mitglieder haben das Recht ihr Amt jederzeit niederzulegen. Der Stiftungsrat kann mit einfacher Mehrheit ein Mitglied abberufen, wenn dies ein wichtiger Grund im Interesse der Stiftung nötig macht.

5. Der Stiftungsrat kann zu seiner Unterstützung Gremien einrichten.

§ 8 Anpassung der Stiftung an veränderte Verhältnisse, Auflösung

1. Satzungsänderungen können von der Stiftungstreuhänderin vorgenommen werden, soweit sie zur Anpassung an veränderte Verhältnisse geboten erscheinen und die Gemeinnützigkeit der Stiftung gewahrt bleibt.

2. Die Änderung des Stiftungszwecks ist nur zulässig, wenn die Erreichung des Stiftungszwecks rechtlich oder tatsächlich unmöglich oder in Anbetracht geänderter Verhältnisse sinnlos geworden ist. Bei der Änderung des Stiftungszwecks ist der mutmaßliche Wille des Stifters zu beachten und ein Stiftungszweck zu wählen, der dem ursprünglichen Zweck möglichst nahe kommt.

3. Jede Satzungsänderung ist nur mit ausdrücklicher vorheriger Zustimmung des zuständigen Finanzamtes möglich.

4. Die Treuhänderin kann die Auflösung der Stiftung beschließen, wenn die Umstände es nicht mehr zulassen, den Stiftungszweck dauernd und nachhaltig zu erfüllen.

§ 9 Vermögensanfall

1. Bei Aufhebung oder Auflösung der Stiftung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die Stiftungstreuhänderin. Diese hat das Stiftungsvermögen unter Beachtung der Stiftungszwecke unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.

2. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.