Bürgerstiftungsfonds - warum?

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Kleineres Stiftungskapital kann nicht breit und damit relativ sicher angelegt werden. Es ist schwierig, eine gute Streuung der Anlageformen zu finden. Es wird unübersichtlich und für Stiftungen risikoreicher. Wenn (Bürger)Stiftungen zudem Treuhandstiftungen verwalten, müssen sie für jede Treuhandstiftung ein gesondertes Depot führen. Damit wird die Streuung des Kapitals noch schwieriger und unübersichtlicher, insbesondere wenn alle verwalteten Treuhandstiftungen in einer einheitlichen Struktur anlegen (sollen). In diesen Situationen werden meist Fonds gekauft, wie z.B. den Deka-Stiftungen Balance oder der DWS Stiftungsfonds. Diese standardisierten Investmentfonds werden nach einem einheitlichen Muster verwaltet und können den individuellen Anforderungen der jeweiligen Bürgerstiftungen nicht nachkommen. Einen Einfluss auf die Streuung des Kapitals und auf die Kosten hat die Stiftung nicht. Gibt es Fehlentscheidungen, erfährt man diese erst dann, wenn das „Kind bereits in den Brunnen gefallen“ ist.

Die Bürgerstiftung Braunschweig hat einen neuen Weg beschritten und hat mit ihrer „Hausbank“ der Braunschweigischen Landessparkasse (ein Unternehmen der Nord/LB) einen Stiftungsfonds entwickelt: Der Bürgerstiftungsfonds ist bisher einzigartig in der deutschen Stiftungslandschaft. Die Bürgerstiftungen entscheiden unabhängig über den aus acht Personen bestehenden Anlageausschuss über die Struktur des Vermögens, sie werden dabei von Fachleuten beraten. Maßgeblich sind die jeweiligen Ausschüttungsanforderungen, das Zinsniveau und die Risikotragfähigkeit. Alle Wertpapiere, Anlageklassen und die Beschlüsse des Anlageausschusses sowie die Kosten werden offengelegt.

Nach dem Motto Bürgerstiftungen tauschen sich aus und helfen einander, ist der Fonds in der Zwischenzeit auch für andere Bürgerstiftungen und Stiftungen eine alternative Anlagekategorie geworden. Erstmals ist es möglich, für alle verwalteten Treuhandstiftungen eine einheitliche Anlagestruktur zu implementieren, ohne auf standardisierte Investmentfonds zurückgreifen zu müssen. Der administrative Aufwand für die Vorstände wird somit verringert.

Vorteile des Stiftungsfonds der Bürgerstiftung Braunschweig:

  • Es handelt sich um einen Publikumsfonds mit eigener Wertpapierkennnummer.
  • Bürgerstiftungen entscheiden über den Anlageausschuss, mit der Unterstützung von Experten, in regelmäßigen Abständen über die Struktur sowie die einzelnen Anlageklassen. Der Anlageausschuss besteht aus 8 Personen (dem Stiftungsmanager, zwei Bankern der hiesigen Nord LB und fünf Personen aus unserem Umfeld, hinzu kommen vier Gastmitglieder von Stiftungen die ebenfalls Geld in den Fonds investiert haben).
  • Der Bürgerstiftungsfonds ist flexibel steuerbar und kann auf niedrige Zinsniveaus und veränderte Kapitalmarktsituationen schnell reagieren.
  • Der Bürgerstiftungsfonds ist unabhängig von einzelnen Vermögensberatern und kann weitere Experten einbeziehen.
  • Alle Kosten werden detailliert offengelegt.
  • Alle sog. „Kick-Backs“ werden dem Fondsvermögen zugeschlagen und reduzieren so die Kosten bzw. erhöhen das Kapital.
  • Der Bürgerstiftungsfonds wird in der Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Institut „imug“ nach den Nachhaltigkeitskriterien des Verbandes der Bürgerstiftungen ausgerichtet. Alle Entscheidungen werden dazu offen gelegt.
  • Novum in der Stiftungslandschaft.
  • Die Anteile können in jedem Depot bei jeder Bank geführt werden, also eine Bankwechselerfolgt nicht, Sie bleiben bei Ihrer Bank.
  • Ausgabekosten entstehen für Bürgerstiftungen nicht.
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Der Bürgerstiftungsfonds wird unter A1W0P6 gehandelt.