Johanna und Johannes Papke-Stiftung

Die Stiftung wurde am 1. Oktober 2004 gegründet; das Stiftungskapital beträgt z.Zt. 270.761,- € .

Der Zweck dieser Stiftung ist gemäß § 2, Abs. 2 der Satzung "die Förderung der Bildung und Erziehung, der Kunst und Kultur, von Wissenschaft und Forschung, der Völkerverständigung, der Jugendhilfe und des öffentlichen Gesundheitswesens sowie die Förderung mildtätiger und sozialer Zwecke".

Die Fördertätigkeit der Stiftung erstreckt sich auf Einrichtungen und Organisationen, die sich in den genannten Bereichen betätigen. Gemäß Abs. 3 soll "die Stiftung ... auf diese Weise einen Beitrag dazu leisten, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die auf Unterstützung anderer angewiesen sind, diejenige Hilfe zu gewähren, die sie für ihre persönliche Entwicklung benötigen und ihnen Lebensmut und Lebensqualität wiedergeben".

Projekte

Die Stiftung unterstützt in Braunschweig u.a. das Erlernen und Verwenden von Fremdsprachen als Voraussetzung für das Kennen- und Verstehenlernen fremder Länder und Kulturen.

So hat sie 2005 und 2006 die Durchführung von Kursen und die Vergabe des Daniil-Pashkoff-Preises für kreatives Schreiben auf Englisch durch den Verein Writers Ink mitfinanziert und förderte 2006 und 2007 die Durchführung von Kursen zur Einführung in die Arabische und Türkische Sprache und Kultur am Sprachenzentrum der TU Braunschweig.

Ferner unterstützte die Stiftung den Hilfsfonds für in Not geratene ausländische Studierende in Braunschweig (AKAS) sowie das Erlernen und Verwenden von Fremdsprachen als Voraussetzung für das Kennen- und Verstehenlernen fremder Länder und Kulturen.

Außerhalb von Braunschweig engagiert sich die Stiftung u.a. in Projekten in Syrien, Guatemala, Polen und schwerpunktmäßig in Liberia.

Gremium

Der Stiftungsrat der Familie Johanna und Johannes Papke Stiftung besteht aus maximal vier Mitgliedern. Geborenes Mitglied ist die Stifterin.

Zur Zeit besteht der Stiftungsrat aus:

  • Dr. Renate Papke
  • Cord Homeier
  • Ulrich E. Deissner
Satzung

§ 1 Name, Rechtsform

1. Die Stiftung führt den Namen "Familie Johannes Papke Stiftung".

2. Sie ist eine nicht rechtsfähige Stiftung in der Verwaltung der Bürgerstiftung Braunschweig und wird folglich von dieser als Stiftungstreuhänderin im Rechts- und Geschäftsverkehr vertreten.

3. Einzelheiten der Treuhand-Verwaltung durch die Bürgerstiftung Braunschweig werden in einem Treuhand-Vertrag geregelt.

§ 2 Stiftungszweck

1. Die Stiftung fördert oder initiiert gemeinnützige Projekte, in der Stadt und Region Braunschweig.

2. Der Stiftungszweck im Sinne des Absatz 1. wird insbesondere verwirklicht durch

Maßnahmen in Kunst und Kultur, Völkerverständigung, Bildung und Wissenschaft und in humanitärer ärztlicher Hilfe

Der Stiftungszweck kann auch durch Bündelung der Stiftungsmittel mit denjenigen anderer von der Treuhänderin verwalteten Stiftungen verwirklicht werden.

3. Die aufgeführten Zwecke müssen nicht im jeweils gleichen Maße verwirklicht werden.

4. Die Stiftungstreuhänderin hat das Recht, bei der Zweckverwirklichung aus den aufgeführten Satzungszwecken frei auszuwählen. Der Stifterin ist es freigestellt, jederzeit vorrangig zu fördernden Einrichtungen zu benennen, z. B. auch schriftlich durch ein Memorandum. Diese Wünsche wird die Treuhänderin, wenn irgend möglich, berücksichtigen.

5. Die Zwecke können auch außerhalb der Stadt und Region Braunschweig verwirklicht werden.

§ 3 Gemeinnützigkeit

1. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO).

2. Die Stiftung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3. Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

4. Es dürfen keine Personen durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Stiftungsvermögen, Zustiftungen

1. Die Höhe des Grundstockvermögens ergibt sich aus dem Stiftungsgeschäft.

2. Das Stiftungsvermögen ist im Interesse des langfristigen Bestandes der Stiftung in seinem Werte ungeschmälert zu erhalten. Zu diesem Zweck können im Rahmen des steuerrechtlich zulässigen Teile der jährlichen Vermögenserträge einer freien Rücklage oder dem Stiftungsvermögen zugeführt werden. Vermögensumschichtungen sind zulässig.

3. Eventuell anfallende Kosten der Stiftungserrichtung - sowie die im Zusammenhang mit Zustiftungen anfallenden Kosten - hat die Stiftung zu tragen.

4. Zustiftungen und Spenden sind zulässig.

§ 5 Stiftungsmittel

1. Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben

a) aus den Erträgen des Stiftungsvermögens

b) aus Zuwendungen, soweit sie vom Zuwendenden nicht zur Aufstockung des Grundstockvermögens bestimmt sind.

2. Die Stiftungsmittel sind zur Erfüllung des Stiftungszweckes zeitnah zu verwenden.

3. Es dürfen Rücklagen in steuerrechtlich zulässigem Umfang gebildet werden.

§ 6 Rechnungslegung

1. Die Stiftungstreuhänderin hat jährlich eine Jahresabrechnung mit einer Vermögensübersicht und einen Bericht über die Erfüllung des Stiftungszweckes zu erstellen und dem Stifter beziehungsweise seinen Erben vorzulegen. Die Wahl der Form dieses Jahresabschlusses ist in das Ermessen der Stiftungstreuhänderin gestellt.

2. Es ist der Stiftungstreuhänderin freigestellt, die öffentliche Transparenz und allgemeine Information durch Veröffentlichung von stiftungsspezifischen Daten, auch in verkürzter Form, zu erhöhen.

§ 7 Anpassung der Stiftung an veränderte Verhältnisse, Auflösung

1. Satzungsänderungen können von der Stiftungstreuhänderin vorgenommen werden, soweit sie zur Anpassung an veränderte Verhältnisse geboten erscheinen und die Gemeinnützigkeit der Stiftung gewahrt bleibt. Lebt der Stifter noch, so ist seine Zustimmung einzuholen.

2. Die Änderung des Stiftungszwecks ist nur zulässig, wenn die Erreichung des Stiftungszwecks rechtlich oder tatsächlich unmöglich oder in Anbetracht geänderter Verhältnisse sinnlos geworden ist. Bei der Änderung des Stiftungszwecks ist der mutmaßliche Wille des Stifters zu beachten und ein Stiftungszweck zu wählen, der dem ursprünglichen Zweck möglichst nahe kommt.

3. Jede Satzungsänderung ist nur mit ausdrücklicher vorheriger Zustimmung des zuständigen Finanzamtes möglich.

4. Die Treuhänderin kann die Auflösung der Stiftung beschließen, wenn die Umstände es nicht mehr zulassen, den Stiftungszweck dauernd und nachhaltig zu erfüllen. Lebt der Stifter noch, so ist seine Zustimmung einzuholen.

§ 8 Vermögensanfall

1. Bei Aufhebung oder Auflösung der Stiftung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die Stiftungstreuhänderin oder an eine oder mehrere von der Stiftungstreuhänderin zu bestimmenden Einrichtungen. Diese haben das Stiftungsvermögen unter Beachtung der Stiftungszwecke unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.

2. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.